Moränen im Allgäu, Krustensegmente und Küste in Polen
Es ist kein Zufall, dass die moderne Wissenschaft, und hier insbesondere die Physik, durch erste Erkenntnisse über die Erdgeschichte initiiert wurden. Überall um uns herum finden wir Anzeichen der Vergangenheit. Das Gesicht unserer Welt befindet sich in ständigem Wandel und wohin ich auch immer blicke, die Vergangenheit fällt mir sofort ins Auge, besonders im Urlaub. Abgesehen von der Zeit, welche einem überhaupt erst ermöglicht, sich in Ruhe mit der eigenen Umgebung auseinanderzusetzen, bietet sich hier auch die Möglichkeit der Betrachtung ursprünglicher Landschaft. Das ist übrigens auch ein Apskt, der mich dazu bewogen hat meinen Alterssitz in die alte Heimat zu verlegen. Die Vulkaneifel fasziniert mich heute wie früher.
Wenn ich mich auf einer Fahrt in den Allgäu Urlaub befinde, staune ich immer wieder über die fantastische Moränenlandschaft durch die ich fahre. Sie haben richtig gelesen, Moränen. Bei diesem Wort denkt man ganz unwillkürlich an die norddeutsche Tiefebene, aber auch hier gibt es sie. Gerade das Gebiet um München herum, wird von Moränen bestimmt. Ohne Moräne läge München einige hundert Meter tiefer als es tatsächlich der Fall ist. Durch massive Gletscherbildung während der Eiszeit, wurde die Münchener Senke mit Sedimenten und Geröll aufgefüllt, wodurch die Ebene ihren heutigen Charakter erhält.
Dieses Phänomen lässt sich natürlich auch in Gebieten beobachten, bei denen die Gletscher, von Norden herkommend, durch Sedimente neue Küsten formten. So wie an der Ostseeküste. Wer seinen nächsten Urlaub im Hotel Pobierowo plant, kann die Zeichen der Vergangenheit leicht entdecken. Denn, hätte es die Eiszeit nicht gegeben, sähe nicht nur die Küstenlinie völlig anders aus, man hätte auch ähnlich alte Krustensegmente gefunden, wie sie sonst nur weiter im Inneren des Landes entdeckt werden. In jedem Fall reicht ein einfacher Blick, um viel über seine Umgebung zu erfahren, egal wo.